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Salahuddin Rabbani wird den Vorsitz im so genannten Friedensrat übernehmen und folgt nach knapp 7-monatiger Vakanz des Postens auf seinen Vater. Demnach sei Rabbani von einer Mehrheit des 70-köpfigen Gremiums gewählt worden.
Afghanistans ehemaliger Präsident Burhanuddin Rabbani war im September 2011 bei einem Anschlag in Kabul ums Leben gekommen. Burhanuddin Rabbani, der zur tadschikischen Volksgruppe gehört, war seit Mitte der 1960er Jahre in der Dschamiat-i Islami aktiv, die an der Fakultät für Islamische Theologie an der Universität Kabul entstanden war. Ab Ende der 1970er Jahre zählte Rabbanis Bewegung zu den wichtigsten Fraktionen der Mujahideen, die gegen die sowjetische Besatzung am Hindukusch kämpften.
Nach dem Sturz des letzten kommunistischen Präsidenten Mohammed Najibullah erreichten Rabbanis Kämpfer im April 1992 zuerst Kabul. Dort übernahm der 1940 geborene Theologe Rabbani den Vorsitz im »Islamischen Rat von Afghanistan« – der Übergangsregierung der Muhajedeen, am 30. Dezember 1992 wurde Rabbani von einer Wahlversammlung als Präsident Afghanistans eingesetzt.
Diese Funktion hielt er offiziell bis zum Dezember 2001 inne, obwohl er im September 1996 vor den Taliban in den Norden, in seine Heimatstadt Faizabad, fliehen musste. Erst nach der ersten großen Nachkriegs-Jirga im Dezember 2001 folgte ihm Hamid Karzai offiziell im Amt nach. Karzai wiederum war es auch, der den einstigen Warlord im Rahmen der zweiten Nachkriegs-Jirga im Dezember 2010 den Vorsitz über den so genannten Friedensrat übertrug, der Friedensbedingungen mit den Taliban aushandeln sollte.
Auch Salahuddin Rabbani ist seit Jahren auf diplomatischem Parkett bewandert. Zuletzt war er Afghanistans Botschafter in der Türkei, davor vertrat der 42-Jährige sein Land bei den Vereinten Nationen.
In den vergangenen Tagen hatten die Taliban mit spektakulären Anschlägen insbesondere in der Hauptstadt Kabul wieder auf sich aufmerksam gemacht.
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