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Noch immer herrscht Unklarheit über den Gesundheitszustand des äthiopischen Premiers Meles Zenawi. Fakt ist, dass sich der 57-Jährige vor etwa zwei Wochen zur medizinischen Behandlung in die belgische Hauptstadt Brüssel begeben hat.
Dabei scheint es zu Komplikationen gekommen zu sein – die anwesenden Staatschef waren beim Gipfel der Afrikanischen Union in Addis Abbeba am Wochenende sichtlich überrascht, dass Zenawi ohne Angaben von Gründen nicht anwesend war. Aus Regierungskreisen wurde nun bestätigt, dass es Zenawi nach überstandener – aber noch immer unbekannter – Krankheit in guter Verfassung sei, wofür es aber keine Bestätigung aus anderer Quelle gibt.
Indes spekuliert der französische Sender RFI bereits über mögliche Nachfolger für Zenawi, der Äthiopien als erster Übergangspräsident nach dem Sturz der Derg-Junta 1991 leitete, und seit 1995 in seiner nun insgesamt 5. Legislaturperiode Premierminister des Landes ist. Aussichtsreichste Kandidaten wären demnach Vizepremier und Außenminister Hailemariam Desalegn, der Zenawi bereits beim AU-Gipfel vertrat, sowie Außenstaatssekretär Berhane Gebre-Christos, der zuvor unter anderem Botschafter in den USA war.
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