Quicknews

31.07.2012

Äthiopien: 30.000 nach Gewalt im Süden auf der Flucht


Nach schweren Zusammenstößen im Süden Äthiopiens sind mehr als 30.000 Menschen auf der Flucht vor der Gewalt, berichtet das kenianische Rote Kreuz auf seiner Homepage.

 

Bisher sind bei den Unruhen mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen, die äthiopischen Behörden ließen mittlerweile verlautbaren, Polizeieinheiten stationiert und die Lage unter Kontrolle bekommen zu haben.

 

Auslöser der Gewalteskalation scheinen ungeklärte Besitzverhältnisse von Wasser- und Landressourcen zu sein. Die Borana und Gabri, zwei der zahlreichen Ethnien im äthiopisch-kenianischen Grenzgebiet, erheben beide Anspruch auf die knappen Ressourcen, deren Verteilung allerdings unklar ist, nachdem Pachtverträge ausgelaufen und noch nicht vergeben worden waren.

 

Die Oromia-Region im Süden Äthiopiens war in den vergangenen Jahrzehnten ein ständiger Unruheherd, insbesondere im Verteilungsgemenge um staatliche Ressourcen. Erschwerend für die viehzüchtenden Nomaden kommen in den letzten Jahren die immer verheerenden Dürreperioden hinzu, ebenso die schwindenden Wasserressourcen, etwa durch das umstrittene Staudammprojekt am Turkana-See im Südwesten Äthiopiens.

 

Außerdem ist die Lage an der Spitze des äthiopischen Staates noch immer nicht restlos geklärt. Premierminister Meles Zenawi hat sich nach seinem inzwischen über dreiwöchigen Krankenhausaufenthalt im belgischen Brüssel noch immer nicht wieder in der Öffentlichkeit gezeigt.



Libanon: Jurisdiktion des STL bestätigt

zenithDebatte

Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Religion verfechten ihren Standpunkt zu einem aktuellen Thema.

Kalender

zenith im Abo

Abonnieren Sie jetzt 6 Ausgaben zenith für 45 EUR im Jahr (36 EUR für Studenten)

 

weiterlesen

zenith Edition

Reaching for the Sun?

The Search for Sustainable Energy Policies in North Africa and the Middle East

 

click here for content & order details