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Ein französisches Gericht hat Haftbefehl gegen den Sohn des Staatspräsidenten von Äquatorialguinea Teodoro Obiang Nguema Mbasogo erhoben, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.
Teodoro Nguema Obiang Mangue – genannt Teodorín – wird Geldwäsche vorgeworfen. Der 40-Jährige soll inFrankreich privat Immobilien erworben und dafür Staatsgelder veruntreut haben. Sowohl Mangue, als auch Mbasogo weisen die Vorwürfe rundweg von sich und haben bereits früherer Anfragen der französischen Justiz, den Beschuldigten zu befragen, abgelehnt.
Die Öl-Einnahmen füllen indes die Taschen der Familie Obiang und einiger Regierungsmitglieder. Das Vermögen des 69-jährigen Präsidenten wird auf 700 Millionen US-Dollar geschätzt. Vergangenes Jahr ließ sich der für seine Luxus-Sucht bekannte Agrarminister und Präsidentensohn von einer deutschen Werft eine 380 Millionen US-Dollar teure Yacht entwerfen. Es wäre die zweitgrößte gewesen, die jemals gebaut wurde. Regierungskreisen zufolge verlor Teodorín Obiang schließlich das Interesse an der Yacht und ließ sie deshalb doch nicht bauen.
In den USA wird gegen den Familienclan seit Jahren wegen Korruption ermittelt. Im November wurden Vermögenswerte von Obiang Junior für 70 Millionen US-Dollar beschlagnahmt.
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