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Hosni Mubaraks langjähriger Geheimdienstchef Omar Sulaiman wird nicht bei den Präsidentschaftswahlen am 23./24. Mai 2012 antreten. Das gab der 75-Jährige in einer Erklärung bekannt.
Sulaiman führt darin aus, dass er die organisatorischen, administrativen und finanziellen Voraussetzungen zur Zulassung einer Bewerbung nicht erfüllen können werde. Gleichwohl bedanke er sich bei all jenen, die ihn zu einer Kandidatur ermutigt hätten.
Omar Sulaiman ist der bisher hochrangigste Protagonist des Muabarak-Regimes, über dessen Kandidatur beim ersten Wahlgang am 23./24. Mai spekuliert worden war. Der frühere Premier Ahmad Schafik sowie der ehemalige Informationsminister Mansour Hassan hatten ihr Interesse an einer Kandidatur bereits medial lancieren lassen. Die Absage Sulaiman aus den genannten Gründen bestätigt jedoch, dass der Mann, der vielen als Stützpfeiler des Systems Mubarak gilt, einen Kandidatur ernsthaft in Erwägung gezogen hat.
Nachdem Sulaiman am 11. Februar persönlich den Rücktritt Hosni Mubaraks – und damit seinen eigenen – verkündet hatte, verschwand er fast völlig aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit. Zwar folgte ihm nach seiner Ernennung zum Vizepräsidenten Murad Muwafi als Direktor des Geheimdienstes »Gihaz al-Mukhabarat al-Amma«.
Das Präsidentschaftsrennen wurde in den vergangenen Tage noch einmal ordentlich durcheinander gewirbelt, nachdem die Partei FJP der Muslimbrüder mit Kharat El-Shater einen eigenen Kandidaten vorstellten. Damit sind mit El-Shater, dem ehemaligen Muslimbruder Abelmoneim Fotouh und dem Salafisten Hazem Salah Abu Ismail drei islamistische Kandidaten im Rennen. Ebenfalls vorgestern gab der populäre ägyptische Sänger Saad Al-Sughayar verkündet, sich für das höchste Staatsamt bewerben zu wollen.
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