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Der Fußballklub al-Ahly Kairo wird den Spielbetrieb bis auf Weiteres aussetzen. Das gab der Vereinsvorsitzende Hassan Hamdy am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bekannt. Außerdem kündigte der Klub an, den Spielort Port Said für die nächsten fünf Jahre boykottieren zu wollen.
Am 1. Februar hatten Bewaffnete während der Partie al-Masry Port Said - Al-Ahly Kairo das Spielfeld gestürmt und die mitgereisten Fans des ägyptischen Rekordmeisters aus Kairo angegriffen. Dabei kamen über 70 Menschen ums Leben, über 1.000 wurden verletzt.
Am Tag danach hatte Premier Kamal al-Ganzuri den Vorstand des Ägyptischen Fußballverbandes, sowie den Gouverneur und den Sicherheitschef von Port Said entlassen. Ahly-Präsident Hamdy nannte die Maßnahmen »nicht ausreichend« und forderte, dass »alle diejenigen, die für die Gewalt verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen« werden müssten.
Am Nachmittag und Abend des 2. Februar zogen tausende Demonstranten, Ahly-Fans, aber auch Unterstützer des Rivalen Zamalek, in Richtung des Innenministeriums. Über Twitter vermeldeten Demonstranten den Einsatz von Tränengas durch die Sicherheitskräfte und die gewaltsame Räumung der Mohammed Mahmoud-Straße.
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