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In einer Sondersitzung des Parlaments ließ Innenminister Mohamed Ibrahim erneut bestreiten, dass die Polizei Schrotmunition gegen Demonstranten verwende. Dieser Meinung schloss sich auch Parlamentspräsident Saad al-Katatni von der »Freiheits- und Gerechtigkeitspartei« der Muslimbrüder an.
In der »Volksversammlung« entbrannte daraufhin eine hitzige Diskussion um die Anschuldigen gegen die Sicherheitskräfte. Der Abgeordnete Mohamed Abu Hamed von der liberalen Partei »Freie Ägypter« präsentierte im Plenum eine Schrotkartusche, die er nach eigenen Angaben direkt vor dem Parlament aufgefunden hatte.
Viel eindeutigere Beweise für den Einsatz von Schrotmunition sind auf zahlreichen Video- und Fotoaufnahmen gesehen, die während der vergangenen Tage entstanden sind. So etwa lassen die Verletzungen der Aktivistin Salma Said keinen Zweifel an den eingesetzten Waffen.
Im Parlament stellten sich viele Abgeordnete, insbesondere aus Reihen der Muslimbrüder und der salafistischen Nour-Partei, hinter Parlamentspräsident Al-Katatni und beschuldigten die Demonstranten u.a., »für 200 Pfund und zwei Mahlzeiten« demonstrieren zu gehen.
Seit den Unruhen infolge der Fußballtragödie von Port Said sind mindestens 11 Menschen ums Leben gekommen.
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