Quicknews
54 afrikanische Bootsflüchtlinge sind beim Versuch, das Mittelmeer in Richtung in Italien zu überqueren ums Leben gekommen, nur einer der Insassen hat überlebt, wie das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) auf seiner Website berichtet.
Tunesische Fischer hatten das Boot vor der Küste bemerkt und die Küstenwache verständigt, die daraufhin den einzigen Überlebenden, einen Eritreer, dem UNHCR übergaben. Dieser berichtete, dass das Schlauchboot Ende Juni vom libyschen Tripolis aufgebrochen und bereits einen Tag später in Sichtweite der italienischen Küste gelangt. Schlechtes Wetter habe das Boot jedoch wieder auf die offene See gedrängt. Fast 15 Tage sei das Boot daraufhin durch das Mittelmeer geirrt – ohne jegliche Versorgung. Bis auf den einzigen Überlebenden, von denen die Hälfte aus Eritrea stammte, verdursteten alle anderen Bootsinsassen.
Unklar ist indes, warum das Boot in seiner fast zweiwöchigen Odyssee niemanden aufgefallen ist. »Das Mittelmeer ist einer der verkehrsreichsten Wasserwege der Welt und es ist unerlässlich, dass die Tradition der Rettung auf hoher See wieder eingehalten wird«, so UNHCR-Hochkommissar Alexander Aleinikoff. Das UNHCR schätzt, dass allein 2012 mindestens 170 Menschen beim Versuch, Europa über das Mittelmeer zu erreichen, ums Leben gekommen sind.
zenithDebatte
Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Religion verfechten ihren Standpunkt zu einem aktuellen Thema.
Kalender
zenith im Abo
Abonnieren Sie jetzt 6 Ausgaben zenith für 45 EUR im Jahr (36 EUR für Studenten)
zenith Edition
Reaching for the Sun?
The Search for Sustainable Energy Policies in North Africa and the Middle East