Nach monatelangem Durcheinander gewinnt Ägyptens zivile Opposition wieder an Fahrt. Während die Protestbewegung auf den Stichtag Ende Juni hinfiebert, will Präsident Mursi mit nationalistischen Tönen in der Wasserfrage punkten.
Internationale Rauschgiftschmuggler und terroristische Gruppen haben den Drogenmarkt nach Westafrika verlagert. Fragile Staaten und die schwer zu überwachende Sahara bieten ideale Bedingungen für illegale Aktivitäten.
Die deutsche U21 bleibt bei der EM in Israel unpolitisch. Kein Problem für den Israeli Tsvika Riz. Er liebt nicht nur den deutschen Fußball – er sieht sich auch als Botschafter der Versöhnung.
Regisseur Imre Azem war einer der ersten Demonstranten im Gezi-Park. Im Interview spricht er über das düstere Bild der Baupolitik in Istanbul, das sein Film bereits vor zwei Jahren entwarf – und über die Optionen der Protestbewegung.
Dschibuti und Tansania wollen Kenia mit massiven Hafeninvestitionen die Vormachtstellung streitig machen. Unklar ist, wie Finanzierung, das spätere Management und eine nachhaltige Korruptionsbegrenzung gewährleistet werden sollen.
Ein weiteres Kompendium über die Auf- und Umbrüche im Nahen und Mittleren Osten wirbt um Aufmerksamkeit: »Der Arabische Frühling. Hintergründe und Analysen«. Mit zum Teil unorthodoxen Zugängen zu wichtigen Themen hat es selbige verdient.
Die Deutsch-Arabische Gesellschaft hält ihr diesjähriges Sommerfest am 15. Juni im unterfränkischen Würzburg ab und würdigt damit nach eigenen Angaben auch den Geburtsort der Organisation: »Im Spätherbst 1966 reagierten deutsche und arabische Jungakademiker und Studierende auf Burg Rieneck bei Würzburg auf den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen fast allen arabischen Staaten und der Bundesrepublik Deutschland mit der Gründung der DAG«, erklärte DAG-Generalsekretär Harald Moritz Bock am vergangenen Dienstag in einem Interview mit der Volkszeitung Würzburg.
Gäste und Sprecher auf dem diesjährigen DAG-Gipfel sind unter anderem der CSU-Politiker Peter Gauweiler, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Ayman Mazyek, Pater Eric Englert, Präsident der katholischen Organisation missio, und der nigerianische Bischof Calistus V.C. Onaga.
DAG-Präsident Peter Scholl-Latour und sein Vizepräsident Ulrich Kienzle laden zu einer Debatte über »Europäische Antworten auf die Despotendämmerung« in der arabischen Welt. Hauptveranstaltungsort ist die inzwischen in eine Kulturstätte verwandelte Universitätskirche.
Festlich werde es zugehen, auf ein Gala-Dinner wolle man allerdings verzichten, heißt es seitens der Veranstalter. Angesichts des grausamen Krieges in Syrien mit seinen fast 100.000 Opfern könne man weder vorbehaltlos noch ausgelassen feiern.
Die DAG unterstützt derzeit unter anderem Ärzte bei der Versorgung syrischer Flüchtlinge im Libanon und in Jordanien.
»Young entrepreneurs get hands on! The socio-economic development in North Africa«. Unter diesem Titel diskutieren am 27. Mai ab 17.00 Uhr BDI-Vizepräsident Arend Oetker und der EU-Sondergesandte für die südliche Mittelmeerregion Bernadino Leon in der Berliner Repräsentanz der Bertelsmann-Stiftung unter den Linden mit jungen Unternehmern aus Tunesien und Ägypten die sozio-ökonomische Entwicklung Nordafrikas.
Neben der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Lage in den beiden Ländern, steht der Alltag von Unternehmensgründern in Tunesien und Ägypten sowie die Frage nach einem möglichen Beitrag deutscher und europäischer Unternehmen zur Verbesserung der sozio-ökonomischen Lage in Nordafrika im Fokus.
Organisiert wird die Veranstaltung von der Bertelsmann-Stiftung, dem Owners Forum und dem Magazin zenith. Im Anschluss laden die Gastgeber zu Imbiss und Getränken auf der Dachterrasse ein. Hier können Sie sich für die Veranstaltung anmelden.
»Expat am Golf - Lohnt sich ein Leben in den Emiraten?«. Ob der Traum vom schnellen Geld am Golf noch lebt, darüber diskutiert zenith-Chefredakteur Daniel Gerlach mit Marc Förstemann von Ernst & Young, Sam Hasner von bridge:media und Johannes Schöppach von DB International von 15 bis 16.30 Uhr im Rahmen der deutsch-arabischen Bildungsmesse KUBRI.
Vom 24.-25. Mai findet die KUBRI auf dem Campus Garching der Universität München bereits zum dritten Mal statt.
Die Recruiting- und Kontaktmesse verbindet Unternehmen und Bildungseinrichtungen aus Europa und der arabischen Welt mit potenziellen Mitarbeitern und Studierenden mit Interesse an den beruflichen und akademischen Chancen der MENA-Region. Unter den Ausstellern sind Unternehmen wie Emirates Airline, die DB International GmbH und viele Bildungseinrichtungen aus Deutschland und der arabischen Welt.
Unterstützt wird die Veranstaltung vom DAAD, der GIZ, der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft, der TU München und von zenith als Medienpartner.
zenith-Mitherausgeber Marcel Mettelsiefen wird in diesem Jahr mit dem renommierten »Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus« ausgezeichnet.
»Seine Augenzeugenberichte aus Libyen und Syrien gehören zum Besten, was im deutschsprachigen Fernsehen über diese Länder in Revolution zu sehen war«, schreibt die Jury in ihrer Begründung: Marcel Mettelsiefen, 34, Fotograf, Kameramann, langjähriger Bildchef und Mitherausgeber des Magazins zenith, wird 2013 mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ausgezeichnet. Er teilt sich diese Ehrung mit dem ARD-Korrespondenten Jörg Armbruster.
Mettelsiefen nutze seine »Freiheit als Foto-, Video- und Fernsehjournalist wie als Buchautor, und geht im wahren Sinne des Wortes seine eigenen Wege, um Erklärungen für Krisen und Kriege zu finden: unauffällig, unprätentiös und unabhängig«, heißt es weiter in der Begründung.
Am 15. Januar fiel in Hamburg der Startschuss für »Ouissal«, eine Mentoringplattform für tunesische Unternehmerinnen, initiiert durch den Verein Euro-Mediterranean Association for Cooperation and Development (EMA e.V.). »Frauen in Tunesien wie in Deutschland stellen einen wesentlichen Schlüssel für wirtschaftliches Wachstum dar. Es gilt, ihr Potential gemeinsam noch besser auszuschöpfen«, so Clara Gruitrooy, Projektleiterin des deutsch-arabischen Mentoringprojekts.
Ouissal, was auf deutsch so viel wie »Brücke« bedeutet, ist im Kern ein Tandemprogramm, bei dem Mentorin und Protegée gemeinsam eine nachhaltige Geschäftsidee umsetzen sollen. Sowohl deutsche als auch tunesische Frauen sollen im Zuge der Partnerschaft »soft« und »hard skills« verbessern und lernen, eine größere mediale Sichtbarkeit zu erreichen.
15 erfolgreiche Frauen aus Deutschland und der arabischen Welt stellen das Auswahlkomitee für das Projekt, sie sollen den unter allen Bewerberinnen ausgesuchten Mentorinnen und Protegées mit ihrer Erfahrung und ihren Netzwerken unterstützend zur Seite stehen.
Nach Angaben des Vize-Präsidenten der türkischen Hilfsorganisation IHH Huseyin Oruc sei bei den Verhandlungen über einen umfangreichen Gefangenenaustausch zwischen syrischen Regierungs- und Oppositionskräften ein Durchbruch erzielt worden. In den kommenden Stunden sollen insgesamt 2130 zivile Gefangene aus ihrer Haft entlassen werden – darunter nach IHH-Angaben auch mehrere Ausländer. Im Gegenzug ließe die Freie Syrische Armee 48 iranische Gefangene frei.
Ob auch ausländische Journalisten Teil der Vereinbarung sind, ist bislang nicht bekannt. Gegenwärtig befinden sich mehrere Reporter in den Händen unbekannter Geiselnehmer in Syrien, darunter der US-Journalist James Foley, der Ende November 2012 bei Recherchen entführt wurde. Bislang fehlt von ihm jedes Lebenszeichen, es ist auch nicht bekannt, ob er sich tatsächlich in den Händen von Sicherheitskräften der Regierung befindet.
Ein Sprecher der Freien Syrischen Armee teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, die genannten Iraner, allesamt mutmaßliche Mitglieder der Revolutionsgarden, seien bereits im Laufe des Tages freigelassen worden. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu teilte mit, die Verhandlungen seien von Katar und der Türkei angeleitet worden.