
Gesellschaft
Dominik Peters
Die Tierwelt ist außergewöhnlich: Nubische Steinböcke und asiatische Halbesel haben in Maktesch Ramon, mitten in der israelischen Negev-Wüste, ihr zuhause. Teil 2 der »Naturwunder des Orients«.
Doch die Fauna alleine hätte den »Mörser-Krater«, wie der Ort auf Deutsch heißt, natürlich nicht in die zenithonline-Liste der sieben Naturwunder gebracht. Es ist die Landschaft selbst, die der auf dem Mond gleicht und seit Urzeiten besteht.
Der 35 Kilometer lange und 300 Meter tiefe Kessel, der an einen Vulkankrater erinnert, ist das größte Erdeinbruchsbecken der Welt und vor 220 Millionen Jahren durch Erosionen entstanden, als die Negev-Wüste noch ein Meer war. Die versteinerten Korallenriffe und Baumstämme sowie Dinosaurierknochen sind stumme Zeugen dieser einzigartigen Natur-Geschichte.
Inmitten der »Mischor ha-Ruach – Der Ebene des Windes« gelegen wurde Maktesch Ramon zudem schon früh von Menschen besiedelt, erste Spuren weisen auf die Frühbronzezeit hin. Ruinen von Dörfern der Nabatäer um die christliche Zeitenwende sind ebenfalls erhalten geblieben und zeigen die Route der alten Karawanenstraße von Petra, im heutigen Jordanien gelegen, und dem nahe gelegenen Avdat auf.
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